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50 Jahre bei den Frauen: Cécile Körner-Wetzel

Liebe Cécile, Ehrenpräsidentin, Ehrenmitglied und fast Jubilarin

Liebe Anwesende

Bei Ehrungen hat die Zuhörerschaft keine grosse Freude an vielen Jahreszahlen und sonstigen Eckdaten. Aber heute müssen Sie mir eine Ausnahme erlauben, ich versuche mich aber zurückzuhalten.

Es ist mir eine Ehre, dich geschätzte Cécile mit ein paar Worten zu schmücken weil du ja demnächst deinen (genuschelt) 80. Geburtstag feierst und 50 Jahre davon für die Frauen Menzingen investiert hast.

Es ist schon eindrücklich der Frau gegenüber zu stehen, die so viel in dieses eine Leben packt, dass sie ja schon mindestens 180 Jahre alt sein müsste.

Aus alten Protokollen von vergangenen Zeiten, als die Frauengemeinschaft noch Müttergemeinschaft hiess konnten wir entnehmen, dass du Cécile Körner-Wetzel, immer in Zusammenarbeit mit anderen, das MuKi-Turnen, Altersnachmittage und Krankenbesuche eingeführt hast. Die Besuchten bekamen früher einen Drogerie-Gutschein und du hast erwirkt, dass jede Viertgebärende Frau statt wie bis anhin jede Fünftgebärende diese Fr. 20.00 erhielt. Das ist ja spannend, wenn wir das bis heute so beibehalten hätten, wären das die wenigsten, die noch in den Genuss eines solchen Geschenks kommen würden.

1965/66 trat Cécile der Müttergemeinschaft auf Antrag des Herrn Pfarrers, der damals auch die die Sitzungen/Generalversammlungen Cécile Körner-Wetzelleitete bei.

Cécile hat die Koordination der Krankenpflege übernommen (quasi von der Spitex) für Fr. 5.– pro Person. Das waren jeweils 10 Besuche. Die zuständigen Klosterfrauen liessen sich per Traktor zu den Höfen chauffieren.

1971 wurdest du zur Präsidentin der Müttergemeinschaft

1972  wurde zusammen mit Neuheim die Familienhilfe/Krankenpflege aufgebaut!

1976 wurde die Müttergemeinschaft in Frauengemeinschaft umbenannt und die Jungfrauenkongregation wurde integriert. Seither war die Frauengemeinschaft ökumenisch unterwegs mit reformierten Vorstandsmitgliedern – Das war damals schon gelebte Oekumene – im Chileli wurden sogar kath. Kinder getauft und die voreucharistischen Feiern werden im ungeheizten Chileli gefeiert – der Holzofen taugt nicht viel.

Alles was mit dem Glauben zu tun hatte, lag dir sehr am Herzen. So hat Cécile die Liturgiegruppe gegründet, sie hat die KKG/Sufi/Kreis junger Frauen (der heute Familiebrugg heisst) ins Leben gerufen.

Ihr grosses Verdienst ist, dass sie es immer verstanden hat, Leute zu motivieren, die dann mitgemacht haben.

Wir wissen, dass Cécile nicht gern hört, dass sie das alles geleistet hat, denn sie selber hat beim Erzählen darauf hingewiesen, dass sie „nur ein Teil“ des Ganzen sei. Das ist sicher richtig, aber das innere Feuer etwas Neues anzureissen und die Chancen die es gab zu sehen und sie auch zu nutzen, das hast du sehr wohl selber gehabt. Die Umsetzung hast du dann mit vielen freiwilligen Frauen zusammen realisiert.

Der junge Pfarrer setzte die Synode in der Gemeinde um und es herrschte ein absoluter Aufbruchgeist. Cécile ist eine Frau der Tat. So hat sie  kurzerhand Öfen gekauft um beim Krankenpflegeverein einen Mahlzeitendienst anbieten zu können.

1972 hat sie die Verbindung zu Neuheim geschaffen und gestärkt und einen gemeinsamen Familienhilfeverein gegründet.

Wie eine nie enden wollende Quelle, ein Füllhorn an Ideen kommst du uns vor.

Cécile wenn wir über deinen Reichtum an Menschenliebe und deine Hilfsbereitschaft für Schwächere denken.

Du hast Spitexeinsätze vermittelt als Einsatzleiterin:

  • Ferien für überlastete Frauen
  • Wohnungen umgebaut
  • Heizungen eingebaut
  • Bis 1984 hast du die Spitex geleitet (Familienhilfe und Krankenpflegeverein)
  • 1991 hast du die Kontaktgruppe gegründet die 10 Jahre unter der Spitex lief und 20 Jahre unter Frauen – Menzingen. Heute werden von dieser Gruppierung 220 ältere und alleinstehende Menschen besucht. Die Kontaktgruppe zählt 85 Besucherinnen und Besucher.

Es ist schier unmöglich alles aufzuzählen was Cécile Körner-Wetzel für diese Gemeinschaft, für die Gemeinde und darüber hinaus geleistet hat. Herr Pfarrer Heim habe einmal gesagt: „der Arzt gab früher der Kuh einen Elektroschock, damit sie sich wieder „einfing“, den Frauen müsse man halt zwischendurch auch einen Elektroschock verpassen.“ Das hat für Cécile nicht zugetgroffen. Im Gegenteil: sie hat schon gehandelt bevor man sie elektroschocken musste. Dafür sind wir DIR UNENDLICH DANKBAR.

Auf die Frage ob Cécile schon einmal darüber nachgedacht habe ihre Memoiren zu schreiben, antwortete sie:  „Ich will keine Memoiren – ich will lieber Neues schaffen“ – Diese spontane Aussage von ihr persönlich charakterisiert Cécile Körner-Wetzel besser, als ich es mir vielen Worten hätte tun können. Darum wollen wir auch nicht länger zurück blicken. Wir schauen voraus. Nach allem was du Gutes geschaffen und Wege bereitet hast, können viele motivierte Frauen weiterarbeiten an dem, was dir wichtig war, ist und bleibt. Nichts desto trotz ist es jetzt Zeit, den wohlverdienten Ruhestand einzuläuten.

Liebe Cécile wir danken dir für die unzähligen Stunden die du für Frauen Menzingen eingesetzt hast. Wenn du nun auch das Zepter weiter gibst, dann wissen wir, dass du das mit der Überzeugung tun kannst, es in gute Hände zu übergeben. Wir wissen, dass du im Notfall in Rufweite wärst und dass du nach deinem runden Geburtstag deine Arbeiten getrost niederlegen kannst weil du ja jetzt selber auch besucht wirst.

Im Herbst diesen Jahres wirst du dann von deinen Kolleginnen der Kontaktgruppe noch separat verabschiedet und gebührend geehrt. Zu diesem Zeitpunkt wird dir dann ein schönes Geschenk überreicht, das  von uns Frauen zusammen mit der Kontaktgruppe organisiert wurde. Wir sind sicher, dass du es von Herzen geniessen wirst.

Liebe Cécile, mitenand und fürenand ist wohl das beste Thema, das dein enormes Schaffen abrundet. Denn genau nach diesem Motto hast du all die Jahrzehnte gearbeitet und gewirkt. Dein Geist bleibt in allem was du aufgebaut hast.

Standing Ovations für Cécile Körner-Wetzel

Bei der Verabschiedung von Cécile Körner-Wetzel gab es vom anwesenden Publikum Standing Ovations, stehender Beifall!

Herzlichen Dank.

Yvonne Stadelmann,
an der GV im März 2020

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Anlässe in Zeiten von COVID19

Sehr geehrte Damen und Herren
 
Aufgrund der aktuellen Lage betreffend dem COVID19 dürfen wir ab Samstag, 6. Juni unsere Vereinsaktivitäten wieder aufnehmen. Selbstverständlich werden die Hygiene- und Verhaltensregeln von unseren Kursanbieterinnen eingehalten. Zudem möchten wir Sie an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass Menschen älter als 65 Jahren oder mit Vorerkrankungen weiterhin Orte mit hohem Personenaufkommen meiden sollten. 
 
Die Krabbelgruppe vom 19. Juni ist abgesagt.
Die Schatzsuche vom 20. Juni findet statt. Allerdings ohne Bräteln. Deshalb ist der Termin auch um 11.30 Uhr beendet.
 
Der Kurs Zumba Gold wird am 19. August 2020 weitergeführt. An diesem Tag findet eine kostenlose Schnupperstunde statt. Anschliessend findet ab diesem Zeitpunkt jeweils eine HIIT Strong statt, die 30 Minuten dauert. Anmeldungen bitte an Elena Scherrer.
 
Aktuelle Situation: Corona in der Schweiz
 
Bleiben Sie gesund!
Ihre Frauen Menzingen
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Neuer Vorstand gesucht

Mitgliederinformation im Nachgang zur 142. Generalversammlung

Sehr geehrtes Mitglied

aufgrund der aktuellen Coronavirus-Empfehlungen der Behörden haben wir am 12. März 2020 die GV in angepasster Form durchgeführt – das ausführliche Protokoll wird so bald als möglich auf der Homepage aufgeschaltet. Wir danken an dieser Stelle jedem Mitglied, das an der GV dabei war! Grosses Gewicht haben wir auf das Traktandum 8 «Zukunft der Frauen Menzingen» gelegt – es wurden vier Szenarien vorgestellt, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Ausgangslage:

  • Rücktritt per GV 2021 von Yvonne Stadelmann (Präsidium), Matthia Diener (Finanzen/ Mitglieder) sowie Isabelle Menzi (Aktuariat)
  • Weiterhin im Amt als Beisitzerin verbleiben Martina Müller und Corinne Staub
  • Frauen Menzingen ist ein grosser Verein – fast jede 5. weibliche Person ist Mitglied!
  • Frauen Menzingen ist ein traditionsreicher, finanziell gesunder Verein
  • Alle Gruppierungen sind erfolgreich, einzig die jahresspezifischen Angebote der Frauen Menzingen finden wenig Anklang, was u. a. auf die gesellschaftlichen Veränderungen und die heutigen Rollen der Frauen zurückzuführen ist. Somit stellt sich die Frage, ob das Angebot der Frauen Menzingen noch zeitgemäss und zielgruppengerecht ist.
  • Auf unseren Aufruf nach neuen Vorstandsfrauen (Juni 2019) hat sich eine Person gemeldet.

Nachdem unser Aufruf fast ungehört blieb, haben wir uns im Vorstand folgende vier Szenarien überlegt und an der GV vorgestellt:

  1. Szenario: Auflösung des Vereins

Das würde bedeuten, dass der Verein Frauen Menzingen liquidiert werden müsste mit einer Vermögensverwendung gemäss Statuten – für uns ein Schreckensszenario, das es auf jeden Fall zu verhindern gilt!

  1. Szenario: Auflösung des Vereins und Verselbständigung der einzelnen Gruppierungen

Dieses Szenario ist sehr aufwändig, denn es bedeutet die Gründung einzelner Vereine mit eigenen Vorständen, Statuten und GV. Es ist finanziell und administrativ nicht ganz einfach durchzuführen, aber  grundsätzlich ein mögliches Szenario.

  1. Szenario: Wir finden einen neuen Vorstand

Das würde bedeuten, die heutigen Gruppierungen laufen wie bis anhin weiter und organisieren sich weiterhin eigenständig. Der neue Vorstand kann sich dann überlegen, ob noch jahresspezifische Kurse angeboten werden sollen und/oder ob die Vereinsaktivitäten anders organisiert werden könnten (z. B. Vorstand nur noch quasi als Dach-Verband mit Verantwortung für die Mitglieder, die übergeordneten Finanzen, GV und Dankeschönessen). Alles ist grundsätzlich möglich in diesem Szenario, auch z. B. ein Co-Präsidium! Besonders wichtig: wir haben keinerlei Erwartungshaltung an den neuen Vorstand, im Gegenteil: wir würden uns freuen, wenn der neue Vorstand neue, andere Wege geht und so für eigene Spuren sorgt. Wir zurücktretende Vorstandsmitglieder sind bereit zur sorgfältigen Übergabe und Einarbeitung des neuen Vorstands und wir bieten auch unsere Unterstützung an, aber nur, wenn sie gefragt ist.  

  1. Szenario: Einbindung in die katholische Pfarrei

Wir haben mit Christof Arnold von der kath. Pfarrei ein grossartiges Gespräch geführt – wenn wir keinen neuen Vorstand finden, würde sich die kath. Pfarrei anbieten, die einzelnen Gruppierungen als eigenständige Abteilungen in der Pfarrei zu integrieren, d.h. die katholische Pfarrei würde quasi als Dach für die einzelnen Gruppen agieren. Die Gruppierungen hätten weiterhin grosse Eigenständigkeit. Es gäbe keine GV mehr und wir müssten dann sauber klären, was mit dem Vereinsvermögen und den Mitgliedern passiert, aber wir sind sehr dankbar für diese schützende Hand.

Wir vom Vorstand bevorzugen natürlich Szenario 3, aber wir sind sehr dankbar, dass wir mit Szenario 4 zumindest Szenario 1 verhindern können. Wir stehen in Kontakt mit unserer Dachorganisation, dem Schweizerischen Katholischen Frauenbund, und veranstalten mit einer Coach, die zu diesem Thema über viel Erfahrung verfügt, eine

Zukunftswerkstatt am 27. Juni 2020, 09.00-11.30 Uhr, Pfarreizentrum/Vereinshaus

Wir bitten Sie dringend: kommen Sie zu diesem Anlass (Anmeldung bis 11. Mai 2020 an info@frauenmenzingen.ch), lassen Sie Ihren Zukunfts-Ideen für unseren Verein freien Lauf und gestalten Sie so seine Zukunft mit! Denn nach dem 27.6.2020 entscheidet der Vorstand über das weitere Vorgehen und lenkt dann den Verein in die Richtung von einem der vier vorgestellten Szenarien!

Wir werden in der nächsten Ausgabe der Mänziger Zytig einen entsprechenden Artikel publizieren, damit alle Frauen von Menzingen, Edlibach und Finstersee, insbesondere auch Noch-Nicht-Mitglieder des Vereins, von unserer Herausforderung Kenntnis erhalten und sich melden können. Wir können nur an Sie appellieren: jetzt liegt es an Ihnen, die Zukunft des Vereins mitzugestalten!

Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung und Ihre Anmeldung zur Zukunftswerkstatt.

Freundliche Grüsse

Frauen Menzingen, der Vorstand

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«mitenand, fürenand»

Liebe Frauen

Niemand konnte zu Beginn des Jahres auch nur im entferntesten ahnen, wie aktuell unser diesjähriges Motto bereits zum Zeitpunkt unserer GV sein könnte: „mitenand fürenand“.

Wenn wir uns die momentane Situation unseres Alltages vorstellen, ist das eine Form unseres Themas in Reinkultur. Ohne den Wunsch nach dieser Situation gehabt zu haben, übernehmen jetzt Frauen ganz selbstverständlich und flexibel die anfallenden Zusatz-Aufgaben wie Betreuung der Schulkinder oder Einkauf als Nachbarschaftshilfe: „mitenand fürenand“.

Der befohlenen Distanz (Mindestabstand) wurde gleichzeitig eine neue Form der Nähe entgegengestellt. Darauf dürfen wir alle stolz sein. Kreativität, Solidarität und Einfallsreichtum boomen.

Die Aktivitäten der Frauen Menzingen sind zwar sistiert aber in unseren Köpfen arbeiten wir weiter am Projekt Zukunftswerkstatt. Die Zeit nach der Ausnahmesituation muss schon jetzt in unseren Fokus gelangen. Wenn der Bundesrat grünes Licht gibt, starten auch wir wieder vorbereitet durch.

Wir wünschen Ihnen allen gutes Durchhalten, beste Gesundheit und jeden Tag Freude an den vielen Dingen, die immer noch positiv sind.

Frauen Menzingen
Für den Vorstand
Yvonne Stadelmann